Die Annehmlichkeiten der Aschewolke des Eyjafjalla

20. April 2010

oder

Endlich ohne Fluglärm

Es tut mir sehr leid, um gestrandete Passagiere und Unanehmlichkeiten die Reisende momentan haben.

Jedoch wir hier, die wir südlich von Mainz (Lerchenberg) in der Einflugschneise zum Frankfurter Flughafen wohnen, gefällt die Lage mehr, als dass sie uns belastet. Ruhig Schlafen ist das Eine. Ein ruhiger Nachmittag bei schönem Wetter im Freien, was sonst unmöglich ist, ist das Andere. Schönes Wetter ist meistens mit Ostwind verbunden, wenn dieser herrscht, dann haben wir hier die Flugzeuge. Besonders abends wenn man die Scheinwerfer der Flugzeuge am Himmel sieht, wird einem bewusst, was sich hier abspielt. Und ich bin mir bewusst, dass es woanders noch sehr viel schlimmer ist.

Kleines Beispiel: Am Vormittag des Sonntag 11.4. war ich noch, wie so oft sehr genervt. Ich hatte mich in der Badewanne ausgestreckt um HR1 Talk zu hören. Eine Sendung die ich sehr mag, ebenso wie den Samstag mit Werner Reinke. Ich nehme mir dann ein kleines CD Radio und verschwinde im Badezimmer. Leider war es eine Qual an dem besagten 11.4. zu hören, da durch die Flugzeuge kein störungsfreier Empfang möglich ist mit einem kleinen Ottonormalradio. Es ist ewig ein Zischen und Rauschen zu hören und man muss den Sender nachstellen, was nur für wenig und kurzfristige Besserung sorgt. Manchmal kann man gar den Sprechfunk der Piloten hören, kein Scherz! Ganz schlimm ist davon auch der Radiowecker betroffen. Mit was für Geräuschen man da manchmal morgens geweckt wird…

Längerfristig bleibt nur die Umstellung auf ähnlich gute Geräte wie das was wir im Wohnzimmer stehen haben.

Das Schlimme ist, es gibt neue Pläne. Wenn der Flughafen ausgebaut ist, soll es eine erneute Änderung der Flugrouten geben und wir haben dann auch startende Flugzeuge hier über uns. Man kann sich vorstellen dass uns das nicht freudig stimmt und ich allen Anwohnern hier nur anraten möchte, die aktuelle Petition im Bundestag für ein Nachtflugverbot online mitzuzeichnen, bzw. sich an den Unterschriftensammlungen hier zu beteiligen.

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Kinderfernsehen in Vulgärsprache oder bin ich zu empfindlich?

15. April 2010

Ich bin mal wieder in Meckerlaune und habe gerade eine Mail an den KIKA geschickt!

Unsere Tochter schaut liebend gerne die Wissenssendungen wie “Wissen macht Ah” oder “Willi wills wissen” oder auch “Pur +”.

Leider war Pur + gestern abend eine Sendung der weniger erfreulichen Art. Im Beitrag über die Übertragung von Bakterien und Viren der an sich ja sehr gut war, wurde immer wieder das Wort “Rotz” genannt. Ich bin noch so erzogen worden, dass es sich nicht gehört, so ein Wort zu sagen und auch in Wikipedia steht erklärt dass das umgangs- bzw. vulgärsprachlich für Nasensektret ist. Konnte man da nicht sagen “Nasensekret”? Muss man Kinder unbedingt zur Vulgärsprache erziehen?

Es geht ganz sicher auch anders. Trauen wir den Kindern ruhig mal etwas zu! Oder hat man Angst, wenn man nicht die Sprache der Kids spricht, man erreicht sie nicht? Nein man erzieht sich die Kinder doch erst dahin. Fernsehen hat Vorbildwirkung auf die Kinder frei nach dem Thema “was im TV gesagt wird, ist gut!” Doch “Rotz” ist kein schönes Wort. Gerne hätte ich die Stellungnahme eines Verantwortlichen zum Thema!”

Muss das sein? Bin ich am Ende zu empfindlich?

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Paul McCartneys Eröffnungskonzert in Hamburg

03. Dezember 2009

Zum Teufel mit der deutschen Pünktlichkeit

Paul McCartney einer der erfolgreichsten Künstler aller Zeiten der mit den Beatles bekannt wurde, hatte sich am Abend des 02. Dezember in Hamburg angesagt. Dort wo er mit den Beatles durch harte Arbeit und karge Lebensbedingungen akribisch am Aufstieg und der Legende der Beatles gearbeitet hatte, hat er auch seine bis Weihnachten andauernde Europatournee eröffnet.

Der Mittwoch veranlasste bereits zu bester Laune bei strahlendem Sonnenschein in Hamburg. Die Colorline Arena öffnete gegen 18:00 Uhr ihre Türen um die Fans einzulassen. Jedoch mussten sich diese bis ca. 20:30 Uhr vor den Türen des Innenraums gedulden. Aushängende Hinweiszettel wiesen darauf hin, dass aus produktionstechnischen Gründen das Konzert erst um 20:15 Uhr beginnen soll. Vor den Türen befand sich Wachpersonal. Man hörte Paul auch vorher schon spielen. Die Ordner wurden vom Publikum immer wieder aufgefordert doch die Leute einzulassen. Ihre Anweisung sah vor, den Einlass nach Aufforderung durch Lautsprecher zu beginnen.

Verständlich dass die Menschen sauer waren. So hatte man viel Geld, Zeit und Mühe investiert um den großen Meister, Sir Paul McCartney, in Hamburg live zu erleben. Soweit kann man das alles nachvollziehen.

Wer die Hintergründe kennt, gelangt vlt. zu einem etwas milderen Urteil. So hatte hatte am Vorabend Xavier Naidoo in der Colorline Arena ein Konzert gegeben. Jedoch schritten die Abbauarbeiten am Vormittag des 2.12. dann nicht so gut voran und das Team von Paul McCartney gelangte nicht rechtzeitig in die Halle für den Aufbau der eigenen Anlagen. McCartneys Show bot tolle Lichteffekte, Einspielungen von Videosequenzen und ein Feuerwerk, also man nimmt an, dass man Zeit braucht das alles aufzubauen und so einzustellen, dass es in der Colorline Arena auch entsprechende Wirkung entfaltet. Dafür gibt es dann am Ende den Soundcheck. Ich weiß nicht, wie lang man sonst für diese Prozeduren braucht. Auf jeden Fall hatte man wohl weniger Zeit als geplant zur Verfügung und das zum Auftakt der Tour, also am ersten Abend.


Paul McCartney jedoch wäre nicht da wo er jetzt ist, wenn er nicht entsprechend perfektionistisch gewesen wäre bisher. Die Show sollte genauso aufgeführt werden wie geplant und ein Künstler hat nach entsprechenden Vorbereitungsarbeiten auch Zeit für eine kurze Pause und zum Umziehen nötig.

Die Betonung liegt hier auf dem Wort Künstler.

Ein Mann, der alles erreicht hat, der Höhen und Tiefen des Lebens gleichermaßen kennengelernt hat. Ein Künstler dem im Leben nichts geschenkt wurde, der von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, der sich für Nachwuchskünstler ebenso einsetzt wie er Engagement für die Umwelt zeigt. Hat er es verdient zu Beginn eines Konzerts mit Pfiffen und Buh Rufen empfangen zu werden?

NEIN! Vielmehr sollten wir uns freuen dass es ihn noch gibt. Dass er sich nicht zur Ruhe gesetzt hat, sondern dass wir erneut Gelegenheit bekommen haben, seine Kunst live zu erleben. Der Mann hat uns schon soviel gegeben. Konnte man über die Verspätung nicht einfach hinwegsehen und sich auf das nahende Konzerterlebnis freuen?

Ich habe versucht mich nicht von der Stimmungsmache mancher Zuschauer beeindrucken zu lassen, habe mich entspannt und auf das Konzert gefreut. Ich hab jede Minute die Sir Paul auf der Bühne stand genossen. Das Erlebnis an diesem Abend war einmalig, ein Highlight was mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Danke dafür!

Den Besuchern der nächsten Konzerte des Sir Paul McCartney wünsche ich viel Spaß.

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Kita Streiks – elf Prozent Angebot inakzeptabel?

22. Juni 2009

Meine letzten Informationen von Seiten der Kita Erzieher war, dass es neben Rückenschmerzen und Lärm vornehmlich um die Einkommen und Absicherung der jungen Erzieher gehe, diejenigen für die die neuen Tarifverträge aus dem Jahr 2005 gelten.

Die Arbeitgeber legten am Wochenende ein Angebot über elf Prozent vor, welches im großen und ganzen diesen jungen Erziehern zu Gute kommen sollte. In der Wirtschaft ist dieses wohl nur noch in Unternehmungen in absoluten Konjunktur-Hochpahsen möglich. Trotzdem lehnt man das Angebot ab und streikt weiter. Sowas wie Zurückstecken zu Gunsten Dritter ist leider eine Vision aus vergangen Zeiten. Zu Zeiten der Wirtschaftskrise mit der höchsten Neuverschuldung aller Zeiten brechen harte Zeiten an für die Kommunen und am Ende auch für unsere Kinder. Denn Investitionen in Bildung und Erziehung müssen so wohl erstmal hintenan stehen. Und so geht er weiter der Kampf um noch mehr Geld auf dem Rücken der Eltern und Kinder.

Für mich nicht mehr nachvollziehbar. Der Streik für die persönlichen Interessen der Gruppe der Erzieher lenkt in meinen Augen von weitaus größeren Problemen in unserem Land ab.

Der aktuelle Bildungsstreik der Schüler und Studenten prangert die immer größer werdenen Miseren im deutschen Bildungssystem an. Eine schwerwiegende Problematik, die es zu unterstützen gilt. Auf den Schultern dieser Schüler und Studenten lastet unserer aller Zukunft.

Lesen Sie dazu:

Bildungsstreik der Schüler und Studenten

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Kartoffelpuffer a la Heike

05. Juni 2009

So, jetzt ist mir die Antriebswelle meiner Küchenmaschine abhanden gekommen, vermutlich im Biomüll gelandet und ich wurde gebeten ein Kartoffelrezept niederzuschreiben. Dabei tropft mir nun der Zahn und ich kann selber keine Kartoffelpuffer backen. Eine Tüte Mitleid bitte für mich. Hier also das Lieblingsrezept von mir und meiner kleinen Tochter:

Für die Kartoffelpuffer brauchen wir

  • 1,5 kg Kartoffeln (je frischer, je leckerer)
  • 2 Eier
  • 3 El Mehl
  • 1 kleine Zwiebel
  • Öl zum Ausbacken

sowie eine gute Bratpfanne

Die Zubereitung
Die Kartoffeln werden gerieben mit einer Kartoffelreibe. Das sind jene Teile in den Küchenmaschinen, die mit Löchern ausgestanzt sind und so hässliche Haken haben, wo man sich leicht verletzen kann. Wenn man diese nicht zur Hand hat, wie in meinem Falle, denn bei meiner neuen Küchenmamsell ist diese Scheibe leider kein Zubehör, anscheinend kennt man in Holland keine Kartoffelpuffer, dann nehme man die einfache große Reibe. Daraus entstehen dann lange Kartoffelstreifen. Da wir allerdings keine Rösti, sondern Puffer backen wollen, brauchen wir einen richtigen Kartoffelbrei aus rohen Kartoffeln. Deshalb werden die Kartoffelstreifen dann nochmal mit dem scharfen Schneidemesser der Küchenmaschine zerkleinert, bis wir eine breiige Masse haben, etwas grober Anteil ist nicht schlimm.

Wenn man etwas länger braucht zum Ausbacken, empfehle ich einen Spritzer Essigessenz zur Masse zu geben, damit sie schön hell bleibt. Dann schneidet man die Zwiebel in Würfel, rührt die Eier und das Mehl kräftig unter. Dazu kommt noch eine gute Prise Salz.

Das Ausbacken:
Das Öl sollte in der Pfanne schwimmen, auch wenn diese gut beschichtet ist. Darin werden dann die Puffer ausgebacken. Eine kleine Kelle Kartoffelmasse in die Pfanne geben und ausbacken. Hinterher lege ich die Puffer auf ein Stück Küchenrolle um etwas Öl aufzusaugen.

Dazu mögen wir gerne eine Möhrenrohkost zum gesunden Ausgleich und eine Schale Apfelmus. Beim Apfelmus kann man zur gesunden Aufwertung zusätzlich einen rohen Apfel unterreiben.

Wir wünschen guten Appetit!

Kartoffelpuffer cross und lecker

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