Warum ich keinen Thermodingens brauche

ThermodingensbesitzerInnen sind vollends überzeugt von ihrem Schmuckstückchen. Wie sollte es auch anders sein? Wer gibt schon gerne zu, dass er/sie womöglich doch zu viel Geld investiert hat, für eine Sache, die man eigentlich doch nicht braucht.

Und was der Mensch braucht, das sollte dann bitte jeder für sich alleine und ohne Rechtfertigungsdruck definieren dürfen. Wenn sich der Nachbar ein neues Auto kauft, geht er dann her und sagt mir, ich soll mir das auch kaufen? Kam so bisher nicht vor. Was immer wieder vorkommt ist, dass sich jemand dieses teure „Wunder der Technik“, wie es in dem verlinkten Beitrag heißt, zulegt und andere Menschen als rückständig einstuft, weil sie weiter im Energiespartopf und auf ihren Herden kochen möchten und eben die Geräte zu nutzen gedenken, die genau für diesen Zweck und für auch nicht wenig Geld angeschafft waren!

Voll uncoole Rosenkohlcremesuppe weil im gewöhnlichen Topf gekocht

Hand aufs Herz:
Wer 40 Minuten für einen Milchreis braucht oder wem die Nudeln am Topfboden „anbappen“, macht beim Kochen möglicherweise doch die ein oder andere Kleinigkeit verkehrt. Das macht nichts, denn niemand ist vollkommen. Auch mir passieren Pannen und ich habe das Kochen ursprünglich als Beruf erlernt. 😉

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Bratapfelkuchen – Sehr hochwertig und lecker…

… und trotzdem was zu meckern 😉

Gestern Nachmittag lief im Programm des Radiosenders HR1 wie üblich „Dolce Vita“, eine Koch- und Backsendung. Gestern war zu Gast Stefan Ruzicka und hat hochwertige weihnachtliche Backrezepte vorgestellt. Da wir heute ein Kaffeepläuschchen mit Freunden machen, wollte ich den Bratapfelkuchen sofort ausprobieren.

Mein Blick auf das Rezept versetzte mich sogleich in Erstaunen. Ein Mürbteig mit 500 g Mehl für eine 26 cm große Backform, kein Backpulver und jede Menge Zimt.

Da zu viel Zimt im Kuchen nicht Meines ist, wurde der sogleich gestrichen. Der Kuchen hat mehr als genügend geschmackliche Akzente wie Butter, Sahne, Äpfel, Mandeln, Marzipan. Hmmmm…..

Bratapfelkuchen

In den Mürbteig gehören laut Rezept auch 6 g Salz und kein Backpulver. Da ich kein Fan von zu viel Salz im Kuchen bin, aus gesundheitlichen wie aus geschmacklichen Gründen, habe ich das Salz durch ein Päckchen Backpulver ersetzt. Aus 60 g Mandeln wurden 200. Dafür habe ich dann die entsprechende Menge Mehl weggelassen. Ein wenig hätte ich hier auch die Butter reduzieren müssen, doch zu spät. Das war schon verrührt. Statt Rosinen habe ich Sultaninen genommen. Sie werden nicht so wabbelig und schmecken würziger.

Zum Teig: Ein Mürb- oder auch Hefeteig mit 500 g Mehl reicht erfahrungsgemäß für ein ganzes großes Backblech. Für eine Springform ist das einfach zu viel. Ich habe trotzdem alles nach Plan zubereitet (der Profi muss es ja wissen), die Springform auch reichlich ausgelegt und siehe da, wie erwartet nur die Hälfte des Teiges gebraucht. Die andere Hälfte liegt nun erwartungsfroh im Tiefkühler. Die Zutaten für den Teig habe ich auf die Hälfte heruntergerechnet.

Zutaten abgewandelt:

Mandelmürbeteig:

125 g weiche Butter
30 g Zucker
65 g Puderzucker
2 P Vanillienzucker
100 g gemahlene Mandeln
1 Ei
180 g Mehl
1/2 P. Backpulver

Belag:

6 große Äpfel
50 g Korinthen
50 g Marzipan

Vanille-Pudding:

250 ml Schmand
500 g süße Sahne
1 ½ Päckchen Puddingpulver
3 EL Zucker
1 Ei

Bratapfelkuchen Originalrezept bei HR1

Nach dem Backen hege ich den starken Verdacht, auf der Website zum Rezept bei HR1 ist ein anderer Kuchen abgebildet. Unserer ist durch den Pudding von oben viel saftiger und softer, weniger trocken. Schmecken wird er uns trotzdem. Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen!

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Karibischer Linseneintopf

Dass ich nun tatsächlich stets mit unzähligen Gedanken beschäftigt bin, ich aber kaum mehr dazu komme, diese hier zu äußern, rappele ich mich nun doch auf, das einmal zu ändern. Ich wurde gebeten, ein Kochrezept zu äußern. Ich muss sagen, ich koche diesen Eintopf inzwischen sehr gerne, weil er vegetarisch ist, sehr schnell geht, gut schmeckt und auch noch sehr gut sättigt.

Karibische Linsen

Ein Gericht, welches ich so ähnlich serviert bekommen habe und nirgends ein Rezept zum Nachkochen finden konnte. Also habe ich es auf Basis meiner Sinne ausprobiert. Der Eintopf ist vegetarisch und lässt sich mit Sicherheit auch vegan zubereiten, für diejenigen, die es gerne noch nachhaltiger möchten.

Die Zutaten:

2 große Kartoffeln.
2 kleine Tassen rote Linsen
2 große Möhren
1/2 frische Paprika
200 ml Schlagsahne
1 – 2 Tl. Kokospulver (keine Kokosraspeln)
3 Ringe Ananas (aus der kleinen Dose) frische Ananas geht selbstverständlich auch

Zum Würzen:

Sambal Oelek / frischer Ingwer
einen Spritzer Zitrone
einen Schuss Essigessenz

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden in etwas Salzwasser kurz ankochen. Möhren raspeln oder in kleine Würfel schneiden, Paprika auch schneiden und ein paar Minuten später hinzugeben. Nachdem das kurz aufgekocht ist gibt man unter Zugabe von etwas kochendem Wasser die Linsen hinzu. Wasser nach Bedarf nachfüllen, ich habe das nie abgemessen, sondern nach Gefühl gemacht.

Die Linsen garen sehr schnell und zerkochen leicht. Wenn sie fünf Minuten kochen, sollte es fast reichen. Am Schluss kommt die kleingeschnittene Ananas und die Sahne und das Kokospulver hinzu. Mit Salz, Zitrone, Essig, Sambal Oelek oder Ingwer abschmecken. Ich hatte zuletzt keinen Ingwer und es hat auch sehr gut geschmeckt.

Mit frischer Petersilie servieren. Gutes Gelingen und guten Appetit!

Demnächst verrate ich, was seit Februar 2014 so passiert ist in meinem Leben. Eine ganze Menge.

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Starke Frauen die Zweite

Besser spät als nie komme ich heute zu meinem zweiten Beitrag zur Buchblogparade 2014, initiiert von Eva Maria Nielsen. Und wieder erzähle ich von einer besonders starken Frau.

Elizabeth Keckley – „Behind the Scenes: Formerly a Slave
(Thirty Years a Slave, and Four Years in The White House)“

Elizabeth Keckley
Behind The Scenes
Elizabeth Keckley bei Amazon
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Starke Frau(en)

Die Buchblogparade 2014, von Eva Maria Nielsen ins Leben gerufen, beginnt und ich habe seit der Anmeldung dafür überlegt, womit ich wohl anfangen sollte. Ich präsentiere:

„Medea. Stimmen“ von Christa Wolf.

Das Buch des Monats Januar ist es nicht nur geworden, weil ich es gerade gelesen habe. Sein in Monologen der wichtigsten Personen angelegter Erzählstil wirkt zuerst mystisch, ist jedoch interessant und fesselt. Denn nach und nach erschließt sich dem Leser aus den Gedanken und Aussagen der unterschiedlichen Charaktere ein zusammenhängendes Bild der beschriebenen Geschehnisse rund um die sagenumwobene Frauenfigur Medea. Weiterlesen

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