Archiv für die Kategorie ‘Fragwürdiges’

Kinderfernsehen in Vulgärsprache oder bin ich zu empfindlich?

Donnerstag, 15. April 2010

Ich bin mal wieder in Meckerlaune und habe gerade eine Mail an den KIKA geschickt!

Unsere Tochter schaut liebend gerne die Wissenssendungen wie “Wissen macht Ah” oder “Willi wills wissen” oder auch “Pur +”.

Leider war Pur + gestern abend eine Sendung der weniger erfreulichen Art. Im Beitrag über die Übertragung von Bakterien und Viren der an sich ja sehr gut war, wurde immer wieder das Wort “Rotz” genannt. Ich bin noch so erzogen worden, dass es sich nicht gehört, so ein Wort zu sagen und auch in Wikipedia steht erklärt dass das umgangs- bzw. vulgärsprachlich für Nasensektret ist. Konnte man da nicht sagen “Nasensekret”? Muss man Kinder unbedingt zur Vulgärsprache erziehen?

Es geht ganz sicher auch anders. Trauen wir den Kindern ruhig mal etwas zu! Oder hat man Angst, wenn man nicht die Sprache der Kids spricht, man erreicht sie nicht? Nein man erzieht sich die Kinder doch erst dahin. Fernsehen hat Vorbildwirkung auf die Kinder frei nach dem Thema “was im TV gesagt wird, ist gut!” Doch “Rotz” ist kein schönes Wort. Gerne hätte ich die Stellungnahme eines Verantwortlichen zum Thema!”

Muss das sein? Bin ich am Ende zu empfindlich?

Kita Streiks – elf Prozent Angebot inakzeptabel?

Montag, 22. Juni 2009

Meine letzten Informationen von Seiten der Kita Erzieher war, dass es neben Rückenschmerzen und Lärm vornehmlich um die Einkommen und Absicherung der jungen Erzieher gehe, diejenigen für die die neuen Tarifverträge aus dem Jahr 2005 gelten.

Die Arbeitgeber legten am Wochenende ein Angebot über elf Prozent vor, welches im großen und ganzen diesen jungen Erziehern zu Gute kommen sollte. In der Wirtschaft ist dieses wohl nur noch in Unternehmungen in absoluten Konjunktur-Hochpahsen möglich. Trotzdem lehnt man das Angebot ab und streikt weiter. Sowas wie Zurückstecken zu Gunsten Dritter ist leider eine Vision aus vergangen Zeiten. Zu Zeiten der Wirtschaftskrise mit der höchsten Neuverschuldung aller Zeiten brechen harte Zeiten an für die Kommunen und am Ende auch für unsere Kinder. Denn Investitionen in Bildung und Erziehung müssen so wohl erstmal hintenan stehen. Und so geht er weiter der Kampf um noch mehr Geld auf dem Rücken der Eltern und Kinder.

Für mich nicht mehr nachvollziehbar. Der Streik für die persönlichen Interessen der Gruppe der Erzieher lenkt in meinen Augen von weitaus größeren Problemen in unserem Land ab.

Der aktuelle Bildungsstreik der Schüler und Studenten prangert die immer größer werdenen Miseren im deutschen Bildungssystem an. Eine schwerwiegende Problematik, die es zu unterstützen gilt. Auf den Schultern dieser Schüler und Studenten lastet unserer aller Zukunft.

Lesen Sie dazu:

Bildungsstreik der Schüler und Studenten

Streik der Kindertagesstätten - wo bleiben die Kinder?

Freitag, 15. Mai 2009

Mit Interesse verfolge ich alles was zum Thema Streiks in den Kindertagesstätten momentan so nach außen dringt. So habe ich auch heute Morgen das Interview von Marion Kuchenny auf HR1 mit dem Verdi Vertreter gehört. Für die kritische Hinterfragung möchte ich einmal Danke sagen.

Kinderzeichnung mit Aufschrift Streik

So Dinge wie “den ganzen Tag auf den kleinen Stühlen” und “der dauerhafte Lärm” sind mir nämlich ebenfalls sauer aufgestoßen. Wer zwingt denn die Erzieher zum Sitzen auf den Stühlen? Die sind ja nun für die Kinder gedacht. Es sollte doch wohl möglich sein einen Stuhl für die Erzieher in den Raum zu stellen!

Weiterhin der Lärm: der Lärm ist enorm. Das ist richig. Mir würde das nicht gefallen, ein Grund warum ich nicht Erzieher geworden bin. Doch ich möchte feststellen, auch die Kinder leiden unter dem Lärm. Meine Tochter macht der Lärm sehr zu schaffen. Sie besuchte eine Kinderkrippe die bestens ausgestattet war. Zehn Kinder auf zwei, zeitweise drei Erzieher das war wunderbar, nahezu paradiesisch. Der Wechsel zum Kindergarten fiel schwer. Plötzlich waren da 25 Kinder und auch nur zwei Erzieher in einem Raum. Holte ich das Kind nachmittags ab, war sie deutlich gestresst. Am liebsten war ihr immer das Spiel im Garten, denn dann war es weniger laut. Oftmals war sie trotz Mittagsschlaf nach 15:00 Uhr schon wieder sehr schlapp, müde und schlief im Auto auf dem Heimweg ein.

Wenn man jetzt streikt und als Ergebnis herauskommt, dass man hergeht und die Gruppenstärken in den Kindertagesstätten reduziert, mehr Erzieher einstellt, diese besser ausbildet, die Gebäude mit Lärmschutz ausstattet, große Räume entsprechend präpariert würden, würde ich das gerne unterstützen. Die Realität jedoch sieht so aus, dass in den Kindertagesstätten wie bei uns eine Kita mit Hort für Schulkinder, noch Krippenkinder aufgenommen werden sollen.

Was man tut, ist streiken für mehr Geld.

Wie hängt das zusammen? Es bleibt der Lärm, an den Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen für die Kinder hat sich dann ja noch immer nichts geändert. Die Kinder leiden weiterhin darunter. Es leiden schon die Großen und so ein Haus ist einfach nicht ausgestattet, für ein Kleinkind was Ruhe und Rhytmus und noch sehr viel Fürsorge braucht. Den Älteren wird die ohnehin knappe Zeit der Erzieher gestohlen, denn die müssen sich mehr um die Jüngeren kümmern.

Deshalb müsste man mal zum Streik für die Kinder aufrufen, doch diese haben hier keine Lobby.

Es steht heute morgen in der Tageszeitung zu lesen, dass man bei den Streiks die Unterstützung der Eltern hat. Ich frage mich nur inwiefern? Denn man informiert uns ja nichtmal umfassend. Mir wurde am Montag auf dem Gang zugerufen dass in naher Zukunft gestreikt wird. “Wir bitten um Eure Unterstützung” Ja wie denn, wenn man es nicht schafft uns entsprechend zu informieren?

Auf meine Nachfrage gestern in der Kita konnte man mir noch immer nicht mitteilen, wann denn nun genau in der Kita gestreikt wird. Ich bin selbständig tätig. Wir haben keine Verwandschaft hier. Ein Streik in der Kita (meine Tochter besucht den Hort) geht von meiner Arbeitszeit ab. Sprich, was ich nicht arbeiten kann, fehlt mir und meinem Kind im Portemonnaie, da ich wegen des Teilzeitplatzes eben auch nur Teilzeit arbeiten kann.

Es tut mir leid, ich kann die Streiks nicht uneingeschränkt unterstützen. Da wäre mehr Aufklärung und Überzeugungsarbeit zu leisten. Und es sollte mal an die Kinder gedacht werden.

Oliver Pocher – Verschwendung oeffentlicher Gelder

Freitag, 20. März 2009

Was ich da gerade in der ARD bei Schmidt und Pocher sehen musste bringt mich aus der Fassung. Da findet in Köln ein Konzert von Sarah Connor statt und Herr Pocher muss dazu eine Show abziehen. Ich bin nicht wirklich Fan der Sängerin doch was da kam war unterste Schublade. Herr Pocher verkleidet sich als Mark Terenzi und lässt ein paar Sprüche los die sitzen. Dass das Konzert sch… war, war noch der harmloseste.

Ungeniert geht er her und schleckt ein paar Mädchen ab die da so herumstehen, eindeutig minderjährig. Danach gibt er seine doch so witzigen Bemerkungen über Sarah Connor, ihr Konzert und ihr Liebesleben zum Besten. Und wir sollen darüber tatsächlich lachen?

Gibt es keine Grenzen, keinen Respekt und keinen Anstand mehr im deutschen Fernsehen, nichtmal mehr im öffentlich rechtlichen? Ich bin nicht bereit für derartige Entgleisungen weiterhin Gebühren zu löhnen. Auf der anderen Seite diskutiert und lamentiert man die Talkshows rauf und runter, warum die Gewaltbereitschaft bei den Jugendlichen immer größer wird. Ja ist das denn ein Wunder, wenn es keinerlei moralische Grenzen mehr gibt? Da werden Menschen beleidigt und man soll darüber noch lachen?

Nein, tut mir leid. Ich finde das war eine fragwürdige Veranstaltung. Die Jugend findet es sicher gut. “Wenn Pocher das kann, können wir das auch” Und so kommt dann Motzen, Pöbeleien, Mobbing in der Schule und sonstwo.

Es ging ja bereits durch die Medien, dass Herr Schmidt in Zukunft alleine weiter machen wird. Besser so! Die Frage ist wann? Jeder Tag eher ist ein guter Tag und ein Gewinn fürs öffentlich rechtliche Fernsehen.


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